Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Was sind die Symptome und was hilft weiter?

Fühlen Sie sich nach dem Essen oft unwohl? Welche Ursachen und Formen von Unverträglichkeiten gibt es und was können Sie tun, um Ihr Wohlbefinden wieder zu steigern?

  • Eine Unverträglichkeit entsteht, wenn bestimmte Lebensmittelbestandteile nicht oder nur unzureichend verdaut oder in den Körper aufgenommen werden können. Gründe dafür können etwa ein Enzymmangel oder eine Störung in der Darmschleimhaut (Resorptionsstörung) sein.
  • Im Gegensatz zu einer Lebensmittelallergie ist bei einer Unverträglichkeit das Immunsystem nicht beteiligt.
  • Häufige Symptome einer Unverträglichkeit sind Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl, Durchfall oder Übelkeit, aber auch Kopfschmerzen können dazugehören.
  • Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 20 % der Menschen in Deutschland von einer oder mehreren Unverträglichkeiten betroffen sein könnten.
  • Laktoseintoleranz: Milchzucker kann wegen eines Enzym-Mangels (Laktase) nicht ausreichend gespalten werden; typische Beschwerden: Blähungen, Durchfall
  • Fruktosemalabsorption: Fruchtzucker wird im Dünndarm eingeschränkt aufgenommen, wandert in den Dickdarm und löst dort Beschwerden aus
  • Sorbitintoleranz: Zuckeralkohol Sorbit wird unzureichend aufgenommen; kann schon bei kleineren Mengen Beschwerden auslösen
  • Glutenunverträglichkeit: Die zugrunde liegenden Mechanismen werden noch erforscht, es scheinen verschiedene Formen der Empfindlichkeit gegenüber Weizenbestandteilen und/oder Gluten vorzuliegen
  • Unklare Verdauungs- oder Magen-Darm-Beschwerden beeinträchtigen Alltag, Wohlbefinden und Lebensqualität
  • Ohne gezielte Erkennung bleiben Auslöser unbekannt, Maßnahmen erfolgen dann zufällig oder schränken unnötig ein
  • Werden Auslöser hingegen gezielt erkannt, kann eine individuell verträglichere Ernährung Beschwerden erfolgreich reduzieren
  • Führen Sie über einige Tage oder Wochen ein manuelles oder digitales Ernährungstagebuch: Welche Lebensmittel haben Sie gegessen? Welche Beschwerden sind aufgetreten?
  • Achten Sie auf Muster: Wiederkehrende Symptome nach bestimmten Lebensmitteln oder Kombinationen.
  • Seien Sie vorsichtig bei frei verkäuflichen Selbsttests: Die Aussagekraft ist oft begrenzt. Bei Verdacht ist eine fachärztliche Abklärung sinnvoll.
  • Eine bewusste Anpassung der Ernährung (z. B. Reduktion unverträglicher Lebensmittel, gezielter Aufbau verträglicher Alternativen) kann langfristig helfen.
  • Es gibt unterschiedliche Wege zur Erkennung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Lassen Sie sich in Ihrem Kundencenter beraten. Unter anderem haben wir auch ein digitales Angebot.

Ist eine Unverträglichkeit dasselbe wie eine Allergie?
Nein. Bei Allergien reagiert das Immunsystem. Bei Unverträglichkeiten geht es meist um Verdauung oder die Aufnahme von Lebensmitteln.

Muss ich komplett auf bestimmte Lebensmittel verzichten?
Nicht immer. Ziel ist häufig, die Toleranzgrenze herauszufinden und die Ernährung entsprechend anzupassen.

Kann ich einfach Tests zuhause machen?
Selbsttests aus der Drogerie sind oftmals nicht ausreichend aussagekräftig und wissenschaftlich fundiert, eine Fachberatung ist daher empfehlenswert.