Kinderkrankengeld

Erweiterter Anspruch auch für 2023 beschlossen

Eltern haben nach den Jahren 2021 und 2022 nun auch für 2023 mehr Tage Anspruch auf Kinderkrankengeld zur Betreuung ihres Kindes. Dies gilt nicht nur, wenn das Kind krank ist, sondern bis 07.04.2023 auch, wenn es pandemiebedingt zu Hause bleiben muss und Eltern deshalb nicht arbeiten können.

Weiterhin Verbesserung beim Kinderkrankengeld

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld, der für 2021 und 2022 besteht, wird laut Beschluss der Bundesregierung auch für 2023 ausgeweitet. Diese Möglichkeit kommt Eltern zugute, die ihre Kinder bei Krankheit zu Hause betreuen müssen. Ein Anspruch auf pandemiebedingtes Kinderkrankengeld, zum Beispiel weil Kitas und Schulen geschlossen sind oder die Betreuung pandemiebedingt eingeschränkt ist, besteht bis einschließlich 07.04.2023.

Die maximale Anzahl für 2022 und 2023 bleibt, wie bereits 2021, bei 30 Tagen pro Elternteil und Kind, also für Elternpaare bei 60 Tagen pro Kind. Für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 30 auf 60 Tage. Bei mehreren Kindern besteht der Anspruch je Elternteil für maximal 65 Arbeitstage, für Alleinerziehende für höchstens 130 Arbeitstage.

Kinderkrankengeld: Anspruch wird erweitert (bundesregierung.de)

In dieser vor allem auch für Familien und Alleinerziehende schwierigen Lage unterstützen wir Sie mit unbürokratischen Lösungen. 

Warum muss ich so lange auf mein Kinderkrankengeld warten?

Derzeit erreichen uns besonders viele Anträge auf Kinderkrankengeld und Anfragen dazu. Das führt dazu, dass wir Ihre Anträge nicht so schnell bearbeiten können, wie Sie es von uns gewohnt sind. 

Wir bedauern die Verzögerung und bitten um Ihr Verständnis.

Gesetzlich versicherte Eltern, die selbst Anspruch auf Krankengeld haben, bekommen Kinderkrankengeld, wenn

  • es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind betreuen kann.
  • das Kind gesetzlich krankenversichert und noch nicht 12 Jahre alt ist oder aufgrund einer Behinderung Hilfe benötigt.
  • Eltern wegen der Kinderbetreuung ihrer Arbeit – auch im Homeoffice – nicht nachgehen können. Können Sie trotz der Kinderbetreuung im Homeoffice arbeiten, haben Sie keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld. Sie erhalten dann den regulären Arbeitslohn von Ihrem Arbeitgeber.

Bisher haben Eltern Kinderkrankengeld erhalten, wenn sie ein erkranktes Kind zu Hause betreuen mussten. Mit der Neuregelung haben sie auch dann Anspruch bis einschließlich 07.04.2023, wenn das Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden muss, weil

  • Schulen oder Kitas geschlossen sind,
  • das Kind in Quarantäne muss,
  • die Präsenzpflicht aufgehoben ist,
  • die Eltern dazu aufgefordert sind ihr Kind zu Hause zu betreuen.

1. Muss Ihr Kind pandemiebedingt zu Hause betreut werden, können Sie das Kinderkrankengeld direkt bei der Mercedes-Benz BKK beantragen.

Bitte reichen Sie den Antrag oder die Ärztliche Bescheinigung nur im Original oder über das Online-Kundencenter "Meine Mercedes-Benz BKK" bei uns ein:

  • Bitte nicht per E-Mail: Es ist keine Bearbeitung von Anträgen, die uns per E-Mail erreichen, möglich.

  • Der schnellste Weg dafür ist online. Wenn Sie bei „Meine Mercedes-Benz BKK“ registriert sind, können Sie den Kinderkrankengeldantrag online stellen oder die ärztliche Bescheinigung unter dem Stichwort "Mein Kinderkrankengeld" über die Mercedes-Benz BKK App oder hier auf der Website hochladen. 

  • Per Post: an die Mercedes-Benz BKK, 28178 Bremen.

 


2. Wenn Ihr Kind krank ist, reichen Sie bitte die "Ärztliche Bescheinigung bei Erkrankung eines Kindes" wie oben beschrieben ein, die Sie als Eltern von Ihrem Kinderarzt erhalten.

Bedenken Sie bitte, dass das Kinderkrankengeld nicht sofort ausgezahlt werden kann. Für die Berechnung benötigen wir Ihre Verdienstbescheinigung vom Arbeitgeber. Die Verdienstangaben übermittelt uns der Arbeitgeber, nach Abrechnung des Monats in dem die Kinderbetreuung erfolgte. Sobald uns diese vorliegt, kümmern wir uns  schnellstmöglich darum und überweisen Ihnen das Geld auf das von Ihnen genannte Konto.

Das Kinderkrankengeld beträgt 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Sofern Sie in den letzten zwölf Kalendermonaten vor der Freistellung beitragspflichtige Einmalzahlungen, wie Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld, bezogen haben, erhalten Sie sogar von uns 100 Prozent Ihres ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts.

Generell wird Ihr Kinderkrankengeld auf einen gesetzlichen Höchstbetrag begrenzt, dieser beträgt im Jahr 2022 kalendertäglich 112,88 € brutto.

Die Beiträge von Ihrem Kinderkrankengeld werden von der Mercedes-Benz BKK automatisch an den jeweiligen Versicherungsträger überwiesen.

Darf der komplette Anspruch für Schul-/Kitaschließungen verwendet werden?

Ja. Die 30 bzw. 60 Tage können für die Betreuung eines kranken Kindes verwendet werden und bis 07.04.2023 auch für die Betreuung, weil die Schule oder Kita geschlossen bzw. die Präsenzpflicht aufgehoben oder der Zugang eingeschränkt wurde.


Muss die Schule bzw. Kita komplett geschlossen sein?

Nein, auch wenn die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben, der Zugang zur Kita eingeschränkt wurde oder nur die Klasse oder Gruppe nicht in die Schule bzw. Kita gehen kann, haben Eltern Anspruch.